Das menschliche Herz ist nichts weiter als ein Gefäß für Schmerz.
So flüsterte es einst jemand eine Stimme voller Einsamkeit, die direkt zur Seele sprach. Es ist eine unbeschreibliche Traurigkeit, eine Liebe, die gerade erst zu erblühen beginnt. Sie wird zu einem unsichtbaren Schmerz, der das Herz durchbohrt. Und daraus besteht das Leben: ein Kreislauf aus Höhen und Tiefen.
Tachibana Sai wurde geboren, ohne Schmerz im Herzen zu empfinden. Er verbringt seine Tage damit, jeden Anflug von Bosheit zu vernichten, der sich heimlich seiner Schwester, dem einzigen Menschen, den er liebt, nähert, ohne dabei Aufsehen zu erregen.
Müde von der endlosen Monotonie, die ihn umgibt, begegnet er zufällig Benio Matsuri, einem jungen Mädchen, dessen distanziertes Wesen an eine wunderschön geformte Puppe erinnert.
Zum ersten Mal in seinem Leben erlebt er ein herzzerreißendes Gefühl: Er verliebt sich.
An der Grenze zwischen Tag und Nacht, in einer Welt der Dämmerung, wo Tote und Lebende verschmelzen, steht ein Wohnhaus namens Haus ohne Namen, in dem eine Gruppe von Jungen und Mädchen lebt.
Ein skrupelloser Junge, dessen Herz keinen Schmerz kennt. Ein einsames Mädchen ohne Freunde. Ein freundliches Mädchen, dem es schwerfällt, Kontakte zu knüpfen. Ein kratzbürstiges und ehrgeiziges Mädchen, das sich danach sehnt, anderen zu helfen. Ein Junge, der sich selbst über alles liebt. Eine chaotische Frau, die versucht, alles mit Gewalt zu lösen. Und ein gutherziger Junge, der keinen Schmerz verspürt.
Diese ungleiche Gruppe von Bewohnern, deren Hände vom Blut der Kämpfe gegen übernatürliche Maledicts befleckt sind, wird ungeahnte Herzen entdecken und ihre Seelen nähren.